Im dritten Jahr unserer Veranstaltungsreihe laden wir in Zusammenarbeit mit der SiT – Suchthilfe in Thüringen Jugendweihlinge und Konfirmanden in den Gastraum Weintanne, um miteinander ins Gespräch zu kommen und uns über die Freuden des bewussten Genusses auszutauschen, aber auch auf Gefahren übermäßigen Konsums und deren Folgen hinzuweisen.
Wir bieten hierbei einen theoretischen Block an, in welchem die Kollegen der SiT im Gespräch mit den Jugendlichen die Freuden und Gefahren des Nachtlebens im allgemeinen erkunden. Neben dem Austausch von Zahlen und Fakten gibt es auch spielerische Elemente, die auf verzerrte Wahrnehmung der Wirklichkeit nach zügellosem Genuss hinweisen. Sie sollen zu begleitenden Erinnerungen werden im Umgang durch künftige Nächte.
Weiterhin laden wir die Teilnehmer in einem praktischen Block dazu ein, sich ihrer eigenen Sinne zu vergewissern. In einem Mocktailkurs unterhalten wir uns über Form und Erscheinung von Geschmack und Aromen. Spielerisch durchstreifen wir die Spektren der sensorischen Mittel, die uns Wirklichkeit erfassen lassen. In der Versprachlichung der Wahrnehmungen und Empfindungen lassen sich Erkenntnisse fördern. Hierin offenbart sich in jeder Hinsicht größtes Potential für erwachende Selbstständigkeit und Bewusstsein für ein gutes Miteinander der Heranwachsenden in der Welt.
Letztlich kann dies aber nur ein Anfang sein für die Entwicklung junger Menschen in unserer Gesellschaft, die freilich nicht zuerst in Bars stattfinden sollte. Ziel ist es, Selbstbewusstsein und Wahrnehmung für geeignete Selbstwirksamkeit zu ermöglichen. Hierzu braucht es begleitende Konzepte. Es ist nicht sicher, wie die Welt in zwanzig Jahren aussehen wird. Sicher ist aber, dass es in jener Zukunft Menschen braucht, die verbunden mit ihrer Welt und zuversichtlich handeln können. Das ist uns für unser Selbstverständnis als Gastgeber im Gastraum Weintanne wichtig.
Gerne bieten wir unsere Erfahrungen auch an für Kooperationen mit Einrichtungen und Netzwerken. Bei Interesse melden Sie sich gerne. Wir sind gespannt auf neue Herausforderungen und Entwicklungen hinsichtlich möglicher Kooperationen und Projekte. Die Zukunft braucht neben Innovationen in Technik und Optimierung von Abläufen vor Allem auch gute Ideen zu Pflege und Erhalt menschlicher Selbstwirksamkeit und Widerstandsfähigkeit.