LET’S TALK ABOUT BOOZE AND DRINKS

LET’S TALK ABOUT…

Ich freu mich, Euch in dieser kleinen Reihe, in den nächsten Wochen und Monaten kleine Geschichten und Fakten zu verschieden Spirituosen und Cocktails nahe zu bringen. Starten wir heute mit einem, ein wenig in Vergessenheit geratenem Klassiker, dem Boulevardier.

Der Boulevardier

Irgendwo zwischen Manhattan und Negroni, beschreibt Marco Beier den Boulevardier in seinem Artikel für die Mixology.

Und das beschreibt ihn wohl am besten, den Drink, der eines der besten Beispiele dafür ist, dass die Prohibition durch aus auch positive Seiten hatte.

Das durch den Volstead-Act in Kraft gesetzte Alkoholverbot zwang viele Amerikanische Barkeeper dazu sich neu zu orientieren. So auch Harry McElhone. Der einstige Barchef des New Yorker Plaza Hotel verließ seine Heimat und kam schließlich über London und Deauville nach Paris, wo er schließlich die berühmte Harry’s New York Bar eröffnete. Und dort, so sagt man, liegt auch sein Geburtsort. Durch das neue Umfeld kamen die  Barkeeper mehr und mehr in Kontakt mit europäischen Spirituosen was ihnen andere, in ihrer Heimat ungeahnte, Möglichkeiten eröffnete. So war es McElhone, der für Erskine Gwynne, Zeitungsverleger des Paris Boulevardier, eine monatliche Zeitschrift nach Vorbild des New Yorker, den Boulevardier kreierte.

Warum er deutlich unbekannter ist als sein Aperitif-Vetter der Negroni ist fraglich. geschmacklich kommt er jedenfalls wesentlich vielschichtiger und komplexer daher und lässt viel Spielraum für Variationen.

 


THE BOULEVARDIER

3 cl Bulleit Bourbon

3 cl Burschick’s Red

3 cl Campari

kalt gerührt und wahlweise auf Eis serviert, mit Orangenzeste garniert


 

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