NEUES AUS DER KÜCHE I

Der Buchweizen

Die Gattung Buchweizen gehört zur Familie der Knöterichgewächse und gilt als sogenanntes Pseudogetreide. Als Nahrungsmittel werden heute der Echte Buchweizen (Fagopyrum esculentum) und der Tataren-Buchweizen (Fagopyrum tataricum) angebaut. Anders als der Name suggeriert ist der Buchweizen nicht mit dem Weizen, sondern vielmehr mit Sauerampfer und Rhabarber verwandt. Der Name leitet sich von der Form der Früchte her, die wie kleine Bucheckern aussehen und wie Weizen verwendet werden. Da der Buchweizen getrocknet verwendet wird, ist er ganzjährig erhältlich.

In der Volksheilkunde wurde Buchweizen eher zur Stärkung durch den Buchweizensamenbrei, durch den Tee aus dem Kraut meist als sanftes Schlafmittel genutzt.

Der wichtigste Inhaltsstoff ist aber das Rutin, das die Mikrozirkulation in den Blutgefäßen verbessert und die Gefäßwände positiv verändert. Entdeckt wurde diese Buchweizen-Eigenschaft erst in den 1970ern. Damit ist der Buchweizen eine der neusten Heilpflanzen und war Arzneipflanze des Jahres 1999.

Buchweizen enthält zudem Eisen, Kalium, Jod und hochwertiges Eiweiß und ist außerdem glutenfrei.

Der Buchweizenbrei ist aus der russischen und polnischen Küche kaum wegzudenken, während in Frankreich das Mehl aus Buchweizen zu Pfannkuchen, den sogenannten Galettes, verarbeitet wird. In Norditalien sind dagegen Pizzoccheri und Polenta aus „grano saraceno“ also Buchweizen sehr beliebt.                          Auch die japanische Küche erfreut sich an vielen Rezepten mit Nudeln aus Buchweizen (Soba-Nudeln). In Nordamerika werden Pfannkuchen aus Buchweizen mit Ahornsirup serviert und gelten als beliebte Spezialität. Pfannkuchen aus Buchweizen- und Weizenmehl sind zudem auch in den Niederlanden und im Emsland traditionelle Rezepte. In Westfalen ist dagegen eine Fleischpastete mit Buchweizenmehl als Panhas bekannt.

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